Fliegen lernen Teil 10

Heute war der zehnte Tag

Am 7.9.2012 hatten wir unser erstes „ANFÄNGER“- Erlebnis. Der TRAINER, sein weißer „Junior“ und ich. Der „Junior“ war weder Kind noch Partner, sondern ein ziemlich großer Motorsegler den wir am Anfang gut zum Üben nutzten. So gesehen war er eigentlich doch auch eine Art Juniorpartner in unserem Team. Ganz richtig. Hat auch Alles gut überlebt. Trotz meiner Bemühungen, ungewollt skurrile Flugfiguren zu konstruieren. Doch der allgegenwärtige „Geist“ des TRAINERS wusste letztlich immer noch sein Eigentum zu schützen.

Heute, am 22. April 2013, haben wir die neue Flugsaison für dieses Jahr gestartet. Heißt weiter ANFÄNGER.. Aber nur weil uns grad‘ nichts Anderes eingefallen ist. Obwohl wir uns von den
9 Trainingsstunden des Vorjahres etwas absetzen wollten.

Jedenfalls sind wir 2012 an den 9 Trainingstagen nach dem „Junior“ noch eine Reihe anderer Flieger geflogen. Auf der Webpage sorgfältig dokumentiert.

Heuer beginnen wir wieder mit dem guten, alten LASERFISH von Kirchert. Allerdings mit einer kleinen Modifikation. Jedenfalls habe ich mir – nach Zustimmung des Trainers – vorgenommen, nun nicht mehr von einem Modell zum Anderen zu hüpfen, sondern – wie ein braver Ehemann – nun mal bei meinem eher gemütlichen LASERFISH zu bleiben. Er war das erste Holzmodell, das ich selber gebaut hatte und sieht nun auch aus der Nähe schon etwas „fransig“ aus. Aber was soll‘s, wenn er oben ist merkt das kein Mensch und dort oben tut er auch Alles was ich von ihm verlange. Manchmal auch ein Bisschen mehr als das. Aber so ist er halt – der FISH.

Gerold Kirchert hat mir schon voriges Jahr versichert, dass man den Flieger ohne weitere Adaption auch mit „3S“ Akku fliegen könne. Wenn man nur auf die bekannte Gefahr der Tiefentladung achtet.
Also sind wir heute bei fast idealem Wetter und geduldigen Nachbarn (DANKE!) zuerst ein paar Runden mit dem „2S“ Akku geflogen. Dann keck auf den „3S“ umgestiegen und zum Schluss eine kleinen „3S“ reingesteckt. Der gute LASERFISH wurde fast zum Jagdflieger. Mehr Motorleistung und dies letztlich bei deutlich geringerem Gewicht . . . das Ding war zu bisher nie gekannten Kunstflugfiguren und Steigraten fähig – völlig neu, und auch jetzt manchmal eher überraschend als beabsichtigt.

Keine merklichen technischen Probleme. Motor und Akku bestenfalls handwarm. Den Regler konnten wir dank versteckter Einbaulage gar nicht prüfen – jedenfalls, Alle waren glücklich.

Ursprünglich dachten wir daran, unsere Texte heuer „Fortgeschrittene“ zu nennen.
Aber das wäre nach nun erst 10 Trainingsstunden doch schon sehr optimistisch und auch kaum fair gewesen. Starten, Höhe, und Richtungsflüge gelingen ja (meist) schon. Doch „Fliegen heißt LANDEN“ hat einmal Jemand sehr weise gesagt. Und Landeanflug an sich besteht immerhin aus einer ganzen Reihe von Faktoren. Die erst mal gewusst und dann auch richtig und rechtzeitig umgesetzt werden müssen. Was die meisten von Euch schon so schön automatisch können, ist durchaus nicht selbstverständlich. Richtiger Kurvenradius, Gas weg Gefühl, Höhe und entsprechend verminderte  Geschwindigkeit unter Beachtung der Windrichtung, sowie mit dem verfügbaren Platz koordinieren. Vor dem Aufsetzen Flügel gerade halten – Alles eh‘ klar!
Für Anfänger aber noch immer bewusst umzusetzende Aufgaben.

So werden wir 2013 nun eine Zeit lang LANDEN. Und wieder LANDEN. Und wieder . . .
Bis aus dem ANFÄNGER endlich ein FORTGESCHRITTENER geworden ist.

Beste Grüße – auch im Namen des Trainers –

Willi Brandt
22.4.2013